Feiertage nach Bundesland

Allerheiligen 2026: Wo es frei ist und wo nicht

Allerheiligen 2026 fällt auf Sonntag, den 1. November. Gesetzlicher Feiertag ist der Tag in fünf Bundesländern, in den anderen elf nicht.

Kurz gefasst

Frei ist in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Weil der 1. November 2026 ein Sonntag ist, bringt der Feiertag dort keinen zusätzlichen freien Tag. Als stiller Feiertag wirkt er trotzdem, vor allem in der Nacht davor.

Die kurze Antwort: Allerheiligen 2026 ist Sonntag, der 1. November. Gesetzlicher Feiertag ist er in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. In den übrigen elf Bundesländern nicht. Einen Ersatzruhetag am Montag gibt es in Deutschland nicht, der 2. November 2026 ist überall ein normaler Arbeitstag.
Sonntag, 01.11.2026

Allerheiligen hat ein festes Datum. 2025 war der 1. November ein Samstag, 2026 ist er ein Sonntag.

5 Bundesländer

So viele haben Allerheiligen als gesetzlichen Feiertag. Alle fünf sind katholisch geprägt.

0 freie Tage extra

Der Feiertag fällt 2026 mit dem Sonntag zusammen. Für Beschäftigte in Fünftagewoche ändert sich nichts.

Wann ist Allerheiligen 2026?

Am Sonntag, dem 1. November 2026. Das Datum ist fest, es hängt nicht an Ostern und wandert nie. Nur der Wochentag verschiebt sich von Jahr zu Jahr.

Die Herleitung ist einfach: 2025 fiel der 1. November auf einen Samstag, 2026 rückt er einen Tag weiter auf den Sonntag. Feste Daten wandern jedes Jahr um einen Wochentag, nach einem Schaltjahr um zwei. Deshalb liegt Allerheiligen 2027 auf einem Montag und 2028 gleich auf einem Mittwoch.

Kirchlich ist Allerheiligen ein katholisches Hochfest. Gedacht wird an alle Heiligen, auch an die namenlosen. In vielen Gemeinden zieht die Pfarrei am Nachmittag zum Friedhof, dort werden die Gräber gesegnet und mit Gestecken und Lichtern geschmückt.

In welchen Bundesländern ist frei?

In fünf. Die Verteilung folgt derselben Konfessionsgrenze wie bei Fronleichnam, ist aber etwas enger gezogen: Hessen fehlt, obwohl es Fronleichnam hat.

BundeslandAllerheiligen 2026Hinweis
Baden-WürttembergFeiertagLandesweit, zugleich stiller Feiertag
BayernFeiertagLandesweit, strengste Schutzregeln aller Länder
Nordrhein-WestfalenFeiertagLandesweit, zugleich stiller Feiertag
Rheinland-PfalzFeiertagLandesweit, zugleich stiller Feiertag
SaarlandFeiertagLandesweit, zugleich stiller Feiertag
BerlinArbeitstagKein gesetzlicher Feiertag
BrandenburgArbeitstagKein gesetzlicher Feiertag
BremenArbeitstagKein gesetzlicher Feiertag
HamburgArbeitstagKein gesetzlicher Feiertag
HessenArbeitstagKein gesetzlicher Feiertag
Mecklenburg-VorpommernArbeitstagKein gesetzlicher Feiertag
NiedersachsenArbeitstagKein gesetzlicher Feiertag
SachsenArbeitstagStattdessen Reformationstag und Buß- und Bettag
Sachsen-AnhaltArbeitstagStattdessen Reformationstag
Schleswig-HolsteinArbeitstagStattdessen Reformationstag
ThüringenArbeitstagStattdessen Reformationstag

Entscheidend ist der Ort deiner Arbeitsstätte, nicht dein Wohnort. Wer in Niedersachsen wohnt und in Nordrhein-Westfalen arbeitet, hat frei. Umgekehrt gilt dasselbe.

Was ändert der Sonntag am stillen Feiertag?

Für den Arbeitstag nichts, für das Nachtleben eine Menge. Allerheiligen ist in allen fünf Feiertagsländern zugleich ein stiller Feiertag. Öffentliche Tanzveranstaltungen sind dort untersagt, dazu laute Unterhaltungsmusik in der Gastronomie.

2026 ist das brisanter als sonst, weil Halloween direkt davorliegt. Der 31. Oktober 2026 ist ein Samstag, der klassische Partyabend. In Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland enden die Feiern deshalb schon in der Nacht zum Sonntag. Die genauen Sperrzeiten stehen in den Feiertagsgesetzen der Länder und unterscheiden sich deutlich. Bayern zieht die Grenze am frühesten.

Für Beschäftigte bleibt der Sonntag ein Sonntag. Wer in Schicht arbeitet, hat 2026 keinen Vorteil: Der Feiertag fällt mit dem ohnehin geschützten Sonntag zusammen, ein zweiter Ruhetag entsteht dadurch nicht. Zuschläge richten sich nach Vertrag oder Tarifvertrag.

Wer eine Veranstaltung plant, klärt das vorab mit dem Ordnungsamt. Ausnahmegenehmigungen sind möglich, aber nicht selbstverständlich. Welche Termine sonst noch betroffen sind, zeigt die Übersicht zu den stillen Feiertagen und dem Tanzverbot.

Allerheiligen, Allerseelen, Totensonntag: der Unterschied

Drei Gedenktage im November werden regelmäßig verwechselt. Sie gehören zu unterschiedlichen Konfessionen und haben unterschiedliche Anlässe.

TagDatum 2026KonfessionGesetzlicher Feiertag
AllerheiligenSonntag, 1. Novemberkatholischin fünf Bundesländern
AllerseelenMontag, 2. Novemberkatholischnirgends
Buß- und BettagMittwoch, 18. Novemberevangelischnur in Sachsen
TotensonntagSonntag, 22. Novemberevangelischnirgends, aber stiller Feiertag

Allerheiligen gilt allen Heiligen. Allerseelen am Tag darauf gilt allen Verstorbenen und ist nirgends arbeitsfrei. Der Totensonntag, auch Ewigkeitssonntag genannt, ist das evangelische Gegenstück. Er liegt immer am letzten Sonntag vor dem ersten Advent, 2026 also am 22. November. Der erste Advent folgt am 29. November.

Praktisch verschmelzen die beiden katholischen Tage. Geschmückt wird schon zu Allerheiligen, die Gräbersegnung findet meist am Nachmittag des 1. November statt. Weil der Termin 2026 auf einen Sonntag fällt, rechnen viele Friedhöfe mit mehr Besuch als sonst. Wer ein Grablicht mitbringt, kommt besser früh.

Warum haben Sachsen und Thüringen kein Allerheiligen?

Weil beide Länder evangelisch geprägt sind. Allerheiligen ist ein katholisches Hochfest, und die Reformation hat es in weiten Teilen Mitteldeutschlands aus dem Feiertagskalender genommen.

An seiner Stelle steht dort der Reformationstag am 31. Oktober. Sachsen hat zusätzlich als einziges Bundesland den Buß- und Bettag als gesetzlichen Feiertag behalten, 2026 am Mittwoch, dem 18. November. Über das Jahr gerechnet gleicht sich die Zahl der freien Tage dadurch weitgehend aus.

Die Trennlinie ist bundesweit sauber: Kein Bundesland hat Allerheiligen und Reformationstag zugleich. Berlin und Hessen haben weder das eine noch das andere und liegen damit am unteren Ende.

Allerheiligen 2027 bis 2030 und der Brückentagswert

Nach zwei Wochenendjahrgängen wird es besser. 2027 und 2029 lohnt die Planung besonders.

JahrWochentagBrückentagFreie Tage am Stück
2026Sonntagkein Wert2 (nur Wochenende)
2027Montagkeiner nötig3 ohne Urlaubstag
2028MittwochMo und Di oder Do und Fr5 mit 2 Urlaubstagen
2029DonnerstagFreitag, 2. November4 mit 1 Urlaubstag
2030Freitagkeiner nötig3 ohne Urlaubstag

2029 ist der beste Jahrgang: ein Urlaubstag am Freitag ergibt vier freie Tage von Donnerstag bis Sonntag. Beantrage ihn früh, denn in den fünf Feiertagsländern zielen viele Kollegen auf denselben Tag.

Für 2026 hilft nur Urlaub. Wer sich Montag, den 2. November, freinimmt, kommt auf drei freie Tage. In den Ländern ohne Feiertag lohnt sich stattdessen ein Blick auf die verbliebenen Brückentage 2026.

Häufige Fragen

Ist Allerheiligen 2026 in Hessen ein Feiertag?
Nein. Hessen hat zwar Fronleichnam, aber kein Allerheiligen. Der 1. November 2026 ist dort ein gewöhnlicher Sonntag ohne besondere Schutzregeln für Veranstaltungen.
Bekomme ich einen Ersatztag, weil der Feiertag auf den Sonntag fällt?
Nein. Deutschland verschiebt Feiertage nicht auf den nächsten Werktag. Montag, der 2. November 2026, ist in allen 16 Bundesländern ein regulärer Arbeitstag.
Haben Geschäfte an Allerheiligen geöffnet?
2026 nicht, denn der Tag fällt auf einen Sonntag. In den fünf Feiertagsländern bleiben Läden auch in anderen Jahren geschlossen, in den übrigen elf öffnen sie normal.
Gilt das Tanzverbot schon an Halloween?
In den fünf Feiertagsländern beginnt der Schutz bereits in der Nacht zum 1. November. Die genauen Uhrzeiten legt jedes Land eigenständig fest, Bayern am strengsten.
Ist Allerheiligen in Bayern schulfrei?
Ja, in Bayern und den vier anderen Feiertagsländern bleiben Schulen und Kitas geschlossen. 2026 fällt das nicht auf, weil der 1. November ohnehin ein Sonntag ist.

Zuletzt aktualisiert: September 2026 · Angaben ohne Gewähr.

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