Bunt geschmückte Straße mit Girlanden, Konfetti und Karnevalsmasken ohne Menschen
Klare OrientierungRosenmontag, Weiberfastnacht & Aschermittwoch: Termine der kommenden Sessionen plus Bräuche aus Rheinland, Schwaben und Bayern.

Kalender Feste

Karneval & Fasching: Termine und Bräuche erklärt

Rosenmontag, Weiberfastnacht und Aschermittwoch verschieben sich jedes Jahr, weil sie am Osterdatum hängen. Hier findest du die wichtigsten Termine der kommenden Sessionen, die Unterschiede zwischen Karneval, Fasching und Fastnacht sowie die Bräuche der einzelnen Regionen.

Ob du in Köln „Alaaf“ rufst, in München „Helau“ oder im Schwarzwald in ein Narrenhäs schlüpfst – die Frage nach den genauen Terminen taucht jedes Jahr aufs Neue auf. Das liegt daran, dass Karneval, Fasching und Fastnacht bewegliche Termine sind: Sie hängen direkt am Osterdatum und verschieben sich deshalb von Jahr zu Jahr um mehrere Wochen. In diesem Ratgeber bekommst du die wichtigsten Termine der kommenden Jahre auf einen Blick, erfährst, warum Rheinland, Schwaben und Bayern unterschiedliche Namen und Bräuche pflegen, und verstehst, wie sich die Daten überhaupt berechnen lassen.

Karneval, Fasching und Fastnacht: Was ist der Unterschied?

Gemeint ist mit allen drei Begriffen im Kern dasselbe Fest – die „fünfte Jahreszeit“ vor der christlichen Fastenzeit. Unterschiedlich sind vor allem Region und Charakter der Feierlichkeiten. Im Rheinland, allen voran in Köln, Düsseldorf und Mainz, hat sich der Begriff „Karneval“ durchgesetzt: bunte Umzüge, Sitzungen mit Büttenreden und ein ausgelassenes Straßenfest stehen im Vordergrund. In Bayern, Österreich und Teilen Sachsens sagt man „Fasching“, oft mit Bällen, Faschingsumzügen und Kostümpartys. In Baden-Württemberg, dem Schwarzwald und Teilen der Schweiz ist dagegen die „schwäbisch-alemannische Fastnacht“ zuhause, die auf deutlich ältere Wurzeln zurückgeht und mit geschnitzten Holzmasken, sogenannten Häsern, sowie lauten Narrensprüngen gefeiert wird. In weiten Teilen Norddeutschlands und Ostdeutschlands spielt das Fest dagegen traditionell eine kleinere Rolle, auch wenn einzelne Städte eigene Karnevalsvereine haben.

Die wichtigsten Termine im Überblick

Weil sich alle Karnevalstermine am Osterdatum orientieren, verschieben sie sich jedes Jahr. Offiziell beginnt die Session bereits am 11.11. um 11:11 Uhr, die eigentliche „heiße Phase“ liegt aber erst kurz vor Aschermittwoch. Die folgende Tabelle zeigt dir die zentralen Tage für die kommende Session:

TagDatum (Session 2027)
Weiberfastnacht / AltweiberDonnerstag, 4. Februar 2027
KarnevalssamstagSamstag, 6. Februar 2027
RosenmontagMontag, 8. Februar 2027
Fastnachts-/FaschingsdienstagDienstag, 9. Februar 2027
Aschermittwoch (Ende)Mittwoch, 10. Februar 2027

Zum Vergleich: In der Session 2026 lag der Rosenmontag am 16. Februar, in der Session 2028 fällt er bereits auf den 28. Februar. Solche Sprünge von zwei bis vier Wochen zwischen den Jahren sind völlig normal, weil auch das Osterfest selbst zu den beweglichen Feiertagen zählt und je nach Mondphase früher oder später im Kalenderjahr liegt.

Tipp: Trage dir Rosenmontag und Faschingsdienstag am besten direkt als wiederkehrenden Termin mit variablem Datum ein, statt dir ein festes Kalenderdatum zu merken – so verpasst du auch in Jahren mit besonders früher oder später Fastnacht keinen Urlaubstag oder Umzug.

Die Höhepunkte der Karnevalssaison

Zwischen dem offiziellen Sessionsstart im November und dem Aschermittwoch liegen die eigentlichen Feiertage der Session dicht beieinander. Weiberfastnacht markiert traditionell den Auftakt der intensiven Straßenkarnevalstage: Rathäuser werden symbolisch gestürmt, in vielen Büros werden Krawatten abgeschnitten, und ab dem Mittag ist in den Karnevalshochburgen kaum noch an Arbeit zu denken. Am Wochenende folgen Kostümpartys und kleinere Umzüge, bevor am Rosenmontag die großen Umzüge mit Motivwagen, Musikkapellen und literweise Süßigkeiten durch die Innenstädte ziehen. Der Faschingsdienstag, vielerorts auch Veilchendienstag genannt, bildet mit weiteren Feiern den Abschluss, bevor um Mitternacht die 40-tägige Fastenzeit beginnt.

Weiberfastnacht als Startschuss

Ab Donnerstagmittag beginnt in den Karnevalshochburgen die intensivste Phase der Session mit Umzügen und Straßenfesten.

Rosenmontag ist der Höhepunkt

Die großen Umzüge mit Motivwagen und Musik finden traditionell am Montag vor Aschermittwoch statt.

Aschermittwoch beendet die Session

Mit dem Mittwoch endet die fünfte Jahreszeit offiziell, und die 40-tägige Fastenzeit beginnt.

Regionale Bräuche: Rheinland, Schwaben, Bayern & Co.

Im rheinischen Karneval dreht sich vieles um Sitzungen mit Büttenreden, den Elferrat und das jeweilige Dreigestirn oder Prinzenpaar, das die Session repräsentiert. Beim Rosenmontagszug werden von den Wagen „Kamelle“ und „Strüßjer“, also Süßigkeiten und kleine Blumensträuße, unters Volk geworfen, während sich Fremde mit einem „Bützchen“, einem kurzen Küsschen auf die Wange, begrüßen. Ganz anders tickt die schwäbisch-alemannische Fastnacht: Hier stehen geschnitzte Holzmasken, sogenannte Häser, und laute Narrensprünge im Mittelpunkt, bei denen vermeintlich böse Wintergeister mit Lärm und Peitschenknall vertrieben werden. Typische Figuren sind Hexen, Narren und Teufelsgestalten, die von Zunft zu Zunft unterschiedlich gestaltet sind und teils Jahrhunderte alte Traditionen fortführen. Im bayerischen und österreichischen Fasching stehen dagegen häufig Bälle, Kostümpartys und kleinere Umzüge im Vordergrund, während in Norddeutschland vielerorts nur einzelne Vereine das Brauchtum aktiv pflegen.

Bunte Konfetti und Luftschlangen liegen nach einem Faschingsumzug auf einer geschmückten Straße
Konfetti, Luftschlangen und geschmückte Straßen gehören überall zum Straßenbild der Karnevalstage – die konkreten Bräuche unterscheiden sich aber von Region zu Region deutlich.
Tipp: Planst du eine Reise in eine Karnevalshochburg, solltest du Hotels und Bahnfahrten für Rosenmontag und Faschingsdienstag schon Monate im Voraus buchen – die Preise ziehen in Köln, Düsseldorf, Mainz und den Fastnachtsorten im Schwarzwald oft deutlich an.

Wie werden die Termine berechnet?

Ausgangspunkt für alle Karnevalstermine ist das Osterdatum, das seinerseits vom ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond abhängt. Aschermittwoch liegt exakt 46 Tage vor dem Ostersonntag, weil die Fastenzeit 40 Fastentage umfasst, die Sonntage dabei aber nicht mitgezählt werden. Von Aschermittwoch aus zählst du einfach zwei Tage zurück und landest beim Rosenmontag, einen weiteren Tag zurück beim Faschingsdienstag und sechs Tage zurück bei der Weiberfastnacht. Wer selbst nachrechnen möchte, kann sich für jedes beliebige Jahr zunächst das Osterdatum berechnen lassen und von dort aus die Karnevalstermine ableiten. Wie auch andere kirchliche Anlässe zählt Karneval damit zu den beweglichen Terminen im Jahreskalender, auch wenn er selbst kein gesetzlicher Feiertag ist – lediglich Rosenmontag ist in einigen Karnevalshochburgen ein arbeitsfreier Betriebstag oder schulfrei, gesetzlich frei ist er nirgendwo in Deutschland.

Fazit: Gut vorbereitet in die fünfte Jahreszeit

Karneval, Fasching und Fastnacht meinen dasselbe Fest, werden aber je nach Region völlig unterschiedlich gefeiert und benannt. Weil sich alle Termine am Osterdatum orientieren, wandern Weiberfastnacht, Rosenmontag und Aschermittwoch jedes Jahr um mehrere Wochen durch den Kalender. Mit der Tabelle oben und der einfachen Rechenregel „46 Tage vor Ostern“ bist du für die kommenden Sessionen bestens gerüstet, egal ob du in Kostüm auf die Straße gehst oder einfach nur wissen willst, wann dein Betrieb am Rosenmontag geschlossen bleibt.

Wann ist Rosenmontag 2027?

Rosenmontag 2027 fällt auf Montag, den 8. Februar 2027, also zwei Tage vor Aschermittwoch am 10. Februar 2027.

Was ist der Unterschied zwischen Karneval, Fasching und Fastnacht?

Inhaltlich ist es dasselbe Fest vor der Fastenzeit. „Karneval“ wird vor allem im Rheinland verwendet, „Fasching“ in Bayern und Österreich, „Fastnacht“ in Baden-Württemberg und Teilen der Schweiz – mit jeweils eigenen Bräuchen und Symbolen.

Ist Rosenmontag ein gesetzlicher Feiertag?

Nein, Rosenmontag ist in keinem deutschen Bundesland ein gesetzlicher Feiertag. In vielen Karnevalshochburgen bleiben Schulen, Behörden und Betriebe trotzdem geschlossen oder gewähren frei.

Warum verschiebt sich Karneval jedes Jahr?

Weil sich alle Karnevalstermine am Osterdatum orientieren, das wiederum vom ersten Frühlingsvollmond abhängt. Dadurch kann Rosenmontag je nach Jahr zwischen Anfang Februar und Anfang März liegen.

Zuletzt aktualisiert: Juli 2026 · Angaben ohne Gewähr · Titelbild: KI-generiert.

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