Adventskranz mit brennenden Kerzen auf einem festlich gedeckten Holztisch im warmen Kerzenlicht
Klare OrientierungHerkunft, Adventskranz, Termine 2026 und Bräuche: alles Wichtige zur Adventszeit kurz und verständlich erklärt.

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Adventszeit erklärt: Bedeutung der 4 Adventssonntage

Vier Wochen Vorfreude, ein Kranz mit brennenden Kerzen und jeden Sonntag ein kleines Ritual: Die Adventszeit begleitet uns seit Jahrhunderten durch den Dezember. Hier erfährst du, woher der Advent kommt, wann die Adventssonntage 2026 liegen und welche Bräuche bis heute dazugehören.

Die Adventszeit gehört zu den stimmungsvollsten Wochen des Jahres – Lichterketten glühen in den Fenstern, der Duft von Zimt liegt in der Luft, und überall wird gebacken und gebastelt. Aber was steckt eigentlich hinter den vier Adventssonntagen, und woher stammt der Adventskranz, der bei vielen auf dem Tisch steht? Dieser Ratgeber erklärt dir kurz und verständlich, was die Adventszeit bedeutet, wann die Adventssonntage 2026 liegen und welche Bräuche bis heute dazugehören.

Was ist die Adventszeit? Bedeutung und Herkunft

Der Begriff Advent stammt vom lateinischen Wort „adventus“ ab und bedeutet so viel wie „Ankunft“. Gemeint ist die Ankunft Jesu Christi, auf die sich Christinnen und Christen in dieser Zeit vorbereiten. Die Adventszeit beginnt traditionell mit dem ersten Adventssonntag und endet am Heiligabend, dem 24. Dezember. Kirchlich markiert sie zugleich den Beginn eines neuen Kirchenjahres, weshalb der erste Advent oft auch als „kirchlicher Neujahrstag“ bezeichnet wird.

Ursprünglich war der Advent eine Fastenzeit, ähnlich wie die vierzig Tage vor Ostern. Schon im vierten und fünften Jahrhundert bereiteten sich Gläubige mit Gebet, Buße und Verzicht auf das Weihnachtsfest vor. Erst im Laufe der Jahrhunderte wandelte sich die strenge Fastenzeit zu der heute bekannten Vorfreude-Zeit mit Kalendern, Kerzen und gemütlichen Ritualen. Die religiöse Bedeutung als Zeit der inneren Vorbereitung ist dabei bis heute geblieben, auch wenn viele die Wochen heute vor allem als besinnliche Vorweihnachtszeit erleben.

Weil sich Advent und Weihnachten am Kalender orientieren, aber Ostern jedes Jahr auf ein anderes Datum fällt, verschiebt sich auch der Start der Adventszeit von Jahr zu Jahr leicht. Entscheidend ist allein der Wochentag von Heiligabend – von dort aus wird der vierte Sonntag davor als erster Advent gezählt.

Die 4 Adventssonntage 2026: Termine und Bedeutung

Die Adventszeit umfasst immer vier Sonntage vor Weihnachten. Der erste Adventssonntag fällt auf den vierten Sonntag vor dem 25. Dezember, unabhängig davon, auf welchen Wochentag Heiligabend fällt. 2026 sehen die Termine so aus:

AdventssonntagDatum 2026Traditionelles Motiv
1. Advent29. November 2026Hoffnung
2. Advent6. Dezember 2026Frieden
3. Advent13. Dezember 2026Freude
4. Advent20. Dezember 2026Liebe

An jedem Adventssonntag wird traditionell eine weitere Kerze am Adventskranz entzündet, sodass am vierten Advent alle vier Kerzen gleichzeitig brennen. Die vier Motive Hoffnung, Frieden, Freude und Liebe werden nicht einheitlich überliefert, tauchen aber in vielen Gemeinden und Familien in ähnlicher Form auf. Wer sich einen kompletten Überblick über alle weiteren Termine rund um Weihnachten und den Jahreswechsel verschaffen möchte, findet die wichtigsten Daten gesammelt im Beitrag Feiertage 2026.

Der Adventskranz: Ursprung und Symbolik

Der Adventskranz, wie wir ihn heute kennen, ist gar nicht so alt, wie viele vermuten. Erfunden hat ihn 1839 der evangelische Theologe Johann Hinrich Wichern in Hamburg. In seinem Kinderheim, dem „Rauhen Haus“, wollte er den Kindern die lange Wartezeit bis Weihnachten sichtbar machen und baute dafür ein hölzernes Wagenrad mit 24 Kerzen – für jeden Werktag im Advent eine kleine rote Kerze, für jeden Sonntag eine große weiße.

Aus diesem Ursprung entwickelte sich die heutige, deutlich kompaktere Form mit nur vier Kerzen, die sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem in katholischen Haushalten verbreitete und von dort aus in ganz Deutschland üblich wurde. Die klassische Farbe der Kerzen ist Violett, als liturgische Farbe der Buße und Vorbereitung, während die dritte Kerze am sogenannten Gaudete-Sonntag traditionell Rosa ist und die nahende Freude über Weihnachten symbolisiert. Der immergrüne Tannenzweig-Kranz selbst steht für das ewige Leben, die Kreisform ohne Anfang und Ende für die Ewigkeit Gottes.

Bräuche und Traditionen in der Adventszeit

Neben dem Adventskranz haben sich rund um die Adventszeit zahlreiche weitere Bräuche etabliert, die den Alltag in den Wochen vor Weihnachten prägen. Viele davon kennst du sicher noch aus deiner Kindheit – manche haben sich bis heute kaum verändert.

Adventskalender

Ob mit Schokolade, kleinen Geschenken oder Tee gefüllt: Der Adventskalender zählt die Tage bis Heiligabend und sorgt jeden Morgen für ein kleines Highlight.

Plätzchen backen

Zimtsterne, Vanillekipferl und Lebkuchen gehören für viele Familien fest zur Adventszeit dazu und verbreiten schon beim Backen weihnachtlichen Duft im Haus.

Nikolaustag

Am 6. Dezember stellen Kinder traditionell einen Stiefel vor die Tür, der am nächsten Morgen mit Süßigkeiten und kleinen Geschenken gefüllt ist.

Auch Weihnachtsmärkte gehören für viele fest zur Adventszeit: Zwischen Glühweinständen und Kunsthandwerk lässt sich die Vorweihnachtszeit besonders stimmungsvoll genießen. Wer die eigenen vier Wände zusätzlich weihnachtlich einrichten möchte, findet passende Anregungen im Beitrag Weihnachtsdeko-Trends mit aktuellen Ideen für Kranz, Lichter und Tischdeko.

Adventskranz mit vier brennenden Kerzen auf einem festlich gedeckten Tisch
Am vierten Advent brennen traditionell alle vier Kerzen des Adventskranzes gleichzeitig.
Tipp: Zünde die Kerzen nicht erst am jeweiligen Sonntagabend an, sondern nutze schon den Nachmittag für eine kleine bewusste Pause bei Kerzenschein – das macht die Adventszeit trotz vollem Terminkalender spürbar entspannter.

Am Ende der Adventszeit, wenn Heiligabend und die Weihnachtsfeiertage vorüber sind, beginnt für viele bereits die Planung für den Jahreswechsel. Wie du diesen Übergang traditionell und stimmungsvoll gestaltest, liest du im Ratgeber Silvester-Bräuche.

Fazit: Adventszeit bewusst erleben

Die Adventszeit ist weit mehr als nur ein Countdown bis Weihnachten. Mit ihrer jahrhundertealten Geschichte, dem sinnbildlichen Adventskranz und vertrauten Ritualen wie Adventskalender, Plätzchen backen und Nikolaustag bietet sie vier Wochen, in denen sich Vorfreude und Innehalten bewusst verbinden lassen. Ob du die Zeit eher religiös, familiär oder einfach gemütlich verstehst: Wer die Adventssonntage und ihre Bedeutung kennt, erlebt die Wochen vor Weihnachten noch ein Stück bewusster.

Nutze die vier Sonntage als kleine Wegmarken durch den Dezember – jede zusätzlich brennende Kerze erinnert daran, wie nah Weihnachten schon wieder gerückt ist. Für die Planung der Feiertage und des Jahreswechsels lohnt sich anschließend ein Blick auf die passenden Übersichten mit allen Terminen und Bräuchen.

Wann beginnt und endet die Adventszeit?

Die Adventszeit beginnt am ersten Adventssonntag, dem vierten Sonntag vor Weihnachten, und endet traditionell am 24. Dezember, dem Heiligabend.

Warum sind es genau vier Adventssonntage?

Die Zahl Vier orientiert sich an alten liturgischen Traditionen und steht sinnbildlich unter anderem für die vier Jahrtausende, die der Überlieferung nach zwischen der Erschaffung der Welt und der Geburt Christi vergingen.

Woher stammt der Adventskranz?

Der Adventskranz geht auf den Hamburger Theologen Johann Hinrich Wichern zurück, der 1839 ein Kerzenrad mit 24 Lichtern für die Kinder in seinem Kinderheim entwickelte.

Warum ist eine Kerze am Adventskranz oft rosa?

Die rosa Kerze wird am dritten Advent, dem sogenannten Gaudete-Sonntag, angezündet und symbolisiert die nahende Freude über das bevorstehende Weihnachtsfest.

Zuletzt aktualisiert: Juli 2026 · Angaben ohne Gewähr · Titelbild: KI-generiert.

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